Über Tibet

Tibet wurde 1950 von der Volksrepublik China besetzt. Seither herrschen Willkür, Folter sowie politische, religiöse und kulturelle Unterdrückung. Die chinesischen Machthaber vernichteten durch rücksichtslose Zwangs-kollektivierung die traditionelle Lebensgrundlage der Bauern und Nomaden. Sie zerstörten über 6000 Klöster, Tempel und historische Bauten, die Zentren der tibetischen Kultur und Religion. Mehr als 1 Million Tibeter verloren bis heute infolge der chinesischen Militärherrschaft durch Aushungern, Hinrichtung, Folter, Terror und Selbstmord ihr Leben. Die Internationale Juristenkommission kam zum Schluss, dass sich die Volksrepublik China des <bösartigen Verbrechens, dessen eine Nation angeklagt werden kann, nämlich der Vernichtung eines ganzen Volkes>, schuldig gemacht habe.

Die Massenansiedlung von Chinesen in Tibet sowie Zwangssterilisationen und Abtreibungen an Tibeterinnen stellen eine weitere Bedrohung für das Überleben des tibetischen Volkes dar. Diese unmenschliche Politik wird die Tibeter in naher Zukunft zu einer Minderheit im eigenen Land machen und zum Verlust ihrer nationalen Identität und Kultur führen. Die Tibeter sind ein eigenständiges Volk. Durch seine Kultur, Religion, Schrift, Sprache und das ursprünglich andere politische und wirtschaftliche System unterscheidet sich Tibet unverwechselbar von China. Tibet ist ein Land mit einer langen geschichtlichen Vergangenheit und reichem kulturellen Erbe.